News

FROHES FETZ!


Saisonbedingt hagelt es auch bei MOB SKATEBOARDS Rabattz und Sonderangebote. Neben dem GRATIS T-SHIRT zu jedem MINI oder MINI-MINI KOMPLETTBOARD haben wir im MOBSHOP auch zahlreiche MOB T-SHIRTS & HOODIES reduziert. In diesem Sinne "Ihr Kinderlein kommet ... in die Geschenkeabteilung." VOLL BOCK.

 

DER SCHNELLE VOGEL ...

Converse Germany at Vogelfreiheit Berlin Tempelhof a Skateboard video by SkateboardMSM

... FÄNGT DIE FREIHEIT. Powerlines mit DANNY SOMMERFELD ab 2:30 Min.

 

JENNY FOREVER.


"Wenn du jung bist, gibt's nicht viel, das zählt. Wenn du was findest, dass zählt, ist es alles, was du hast. Wenn du Abends schlafen gehst, träumst du davon. Wenn du Morgens aufwachst, ist es das Selbe. Es ist immer da, du kannst nicht davor weglaufen. Wenn du jung bist, kannst du dich manchmal nach Innen verziehen, so ist es eben. Wenn du mir das wegnimmst, hab ich gar nichts."

MOB DECK "JENNY" | 8.0 x 31.875" | 8.5 x 32.625"
ESTABLISHED SINCE NEVER.



   

MOB x RADIO IN POTSDAM

KINDER IN KOFFERRÄUMEN from MOB Skateboards on Vimeo.

Mob x Radio Skateboards in Potsdam feat. Danny Sommerfeld, Iwan Martaller, Laif Draasch, Kerem Elver, Alex Denkiewicz, Alex Ullmann and the RADIO ACTIVE KIDS. Edited by Dan Schulz

Scheiß drauf“, sagte Johnny und zündete sich eine Kippe an. Er nahm einen tiefen Zug bevor er den Glimmstengel hinten in seinen Fahrradsattel klemmte. Er hatte kein Licht dabei und es war mittlerweile dunkel geworden. In Berlin. Trotzdem war es immer noch verdammt heiß. Die Stechfliegen machten ihm zu schaffen – und da war noch etwas anderes mit dem er nicht zurecht kam: es gab kein Gras mehr auf dem Kiez. Und seine Freundin hatte ihn nicht zurückgerufen. „Scheiß drauf“, sagte er noch mal als er sein Fahrrad anschob und sich mit einem schwerfälligen Schwung in den Sattel hob. Er rückte das Skateboard zurecht, dass er sich mit Hilfe eines Schnürsenkels umgehängt hatte und trat in die Pedale. Er würde jetzt nach Potsdam fahren. Mit dem Fahrrad. Mitten in der Nacht. Keine Ahnung wie weit. Nur raus aus der Stadt. Irgendwie musste er sich bewegen. Ausserdem war er noch nie bis nach Potsdam gekommen. Er kam sowieso nicht viel raus. Aus sich selbst. Dem Trubel. Dem Gemenge. Dem Berlin. Der Gedanke an das Rauskommen ließ in kräftiger in die Pedale treten. Grob Richtung Potsdam. Mitten durch die heiße Luft. Doch kaum hatte der Fahrtwind ihm etwas Abkühlung verschafft umklammerte ihn schon wieder diese Stadt mit ihrer verdammten Hitze. Großstadtsommer. Du blöde Fotze.

Scheiß drauf“, dachte Johnny und schaute nach, ob sein Rücklicht noch brannte. Kein Bock auf die Bullen. Kein Bock auf Stress. Kein Bock auf gar nichts. Er zündete sich eine Kippe an und fuhr eine Weile freihändig durch die Nacht. Als er an der nächsten Kreuzung in Richtung Potsdam abbog bemerkte er aus dem Augenwinkel flüchtig ein ziemlich schräg auf der Boardsteinkante geparktes Auto dessen Kofferraum offen stand. Im Zwielicht der Strassenlaternen und Leuchtreklamen erkannte er ausserdem einen dunkelgekleideten Mann mittleren Alters, der mit einer Hand an der offenen Heckklappe hinter dem Wagen stand und in das Kofferrauminnere starrte. Sein Blick schien. Leer. Im Kofferraum meinte Johnny zwei Kinder erkennen zu können. Jungs. Blond. Klein. In dem Moment in dem das Auto endgültig aus seinem Blickwinkel verschwand sah er, dass der Mann den Kofferraumdeckel mit einem Ruck zuschlug. Die Kinder im Kofferraum. Einfach so. What the fuck. Urplötzlich breitete sich über seinem ganzen Körper eine Gänsehaut aus. Was war das denn jetzt? Johnny zog sein Telefon aus der Hosentasche. Es war bereits nach Mitternacht. Die Jungs waren doch höchstens 8 oder 9 Jahre alt. Viel zu jung um so spät noch unter der Woche und ausserhalb der Ferien draussen im Kofferraum zu spielen. Johnny versuchte sich an die Gesichter der Kinder zu erinnern. Sahen sie fröhlich aus? Hatten sie Angst in den Augen? Oder war es doch nur Spaß? Vielleicht wollte dieser Mann sich und die Kinder aber auch endgültig entsorgen. Sie kaltblütig vor die Stadt fahren und irgendwo zwischen Berlin und Potsdam im Wald verscharren bevor er sich selbst das Leben nahm? Knietief im Dispo. Johnny versuchte sich das Gesicht des Mannes in Erinnerung zu rufen. Es hatte doch so ausgesehen als hätte er geweint? Oder war er nur geschwitzt? Hatte er sich nicht verstohlen umgeschaut bevor er den Kofferraumdeckel zuschlug? Stand da nicht doch die Gestalt einer Mutter im Hauseingang neben dem Auto? Vielleicht hatte er sich nur von ihr verabschiedet? Für immer. Vielleicht. Um einen Kasten Wasser zu holen. War er vielleicht gerade einfach so an einer Familientragödie vorbeigeradelt? Sollte er den Bullen Bescheid geben? Er hatte sich aber weder Kennzeichen noch Auto-Typ gemerkt. Würde er sich zum Vollhorst machen wenn er der Sache nachging. Vollhorst. Verdammt. 

Scheiß drauf“, dachte er schließlich. Potsdam war ihm wieder in den Sinn gekommen. Und seine eigenen Tragödien. Seine eigenen Monster unter dem Bett. Die eigenen Kinder im Kofferraum. Der ganze Ballast den er sich gerade von der Seele treten wollte. Er dachte an Alles. Was er ohne Veränderung gerne anders hätte. Was er sehen wollte ohne Hinzuschauen. Was noch zu retten war ohne Hilfe zu leisten. Kinderaugen. Vielleicht war er der letzte Mensch gewesen den sie je zu Gesicht bekamen – ausser ihrem eigenen Vater der irgendwo am Wannsee im Wald zwei Gräber für sie ausheben würde. Was wenn? Was wenn nicht? Was wenn doch? Verdammt. Was wenn? Was für eine Scheiße. Das Leben ist ein Arschloch.

Johnny hörte auf zu treten. Die Nacht erschien ihm plötzlich lautlos. Er schnippte seine Kippe auf die Strasse, ließ sein Rad auf dem Bürgersteig ausrollen und kam vor einem Späti zum stehen. Er brauchte ein Bier. Gegenschelle. Oder so was. Er stolperte in das grelle Licht des Ladens und warf dem Verkäufer hinter dem Tresen flüchtend einen Blick zu der ungeduldig zusätzlich eine lebensbestimmende Frage zu stellen schien. Was soll ich nur machen? Der Mann vor dem Tabakregal hob nur kurz den Blick vom Bildschirm seines Kommunikationsgerätes. Flüchtig. Schon unklar. Keine Antwort ist auch eine Antwort. Johnny kam vor der surrenden Kühlschrankfront zum Stillstand und starrte durch die bunten Flaschen hindurch in diese Kinderaugen. In Kofferräume. Tragödien. Weedbeutel. Nach Berlin. Potsdam. Pilsner Urknall. Johnny griff sich eine Flasche und ging auf den Mann vor dem Tabakregal zu als das Telefon in seiner Hosentasche ein vertrautes Geräusch von sich gab. Düddeldiedübb! WhatsApp. Neue Nachricht. Freundin. „Endlich“, dachte Johnny während der Mann vor dem Tabakregal einhändig auf die Registrierkasse einhackte ohne seinen Blick zu heben. Er beantwortete wohl keine lebensbestimmenden Fragen. Vielleicht weil er nur eine einfache Antwort kannte. Einsfünfzig. Johnnys linke Hand zahlte, seine Rechte fühlte vor. Im Hinausgehen zog er das Telefon aus seiner Hosentasche. Blick. Kontakt. Freundin. Nicht. Fuck. Stattdessen. Nur Björn.

Willst du wissen warum es auf dem Kiez kein Gras mehr gibt? Der Wurstmann ist ...“

Mehr konnte Johnny nicht lesen ohne die App zu öffnen. Er setze sich neben sein Fahrrad auf das Sims des Schaufensters und entriegelte das Telefon. Das Programm öffnete sich. WhatsApp. Chats. Nur Björn.

Willst du wissen warum es auf dem Kiez kein Gras mehr gibt? Der Wurstmann ist …

... tot.“

Alter. Der Wurstmann. Das war der Spitzname eines Dealers, der so genannt wurde weil er immer mit einer roten Wurst und einem Messer auf der Strasse rumzusitzen pflegte. Er hatte immer und überall eine dieser Fleischpeitschen dabei und seinen Weed-Beuteln haftete stets ein leichtes Schinkenaroma an. Aber sein Gras war das …

Düddeldiedübb!

Man hat ihn mit einer Hand im Toaster tot auf seinem Sofa gefunden.“ Düddeldiedübb!

Er hat versucht mit seinem Wurstmesser eine eingeklemmte Brotscheibe rauszuholen.“

Düddeldiedübb!

Stromschlag.“

Düddeldiedübb!

YOLO!“

Düddeldiedübb!

:)

Wurstmann. Weedmangel. Kinderaugen. Kofferräume. Tote. Toaster. Potsdam. Urknall. Johnny setzte die Flasche an und trank einen Augenblick von Ewigkeit. Dann starrte er in die endlose, hitzeschwangere Nacht. Kiffer Luxus. Einen Toaster neben dem Sofa, die Glotze davor und dann so was. Die Rolläden für immer unten. Kinder im Kofferraum. Schein.Tot.

Düddeldiedübb!

Digger, was machst du noch?“

Zusammenbrechen“, dachte Johnny und lehnte sich gegen die Schaufensterscheibe des Spätverkaufs. Aufhören oder Anfangen. Familientragödien aufklären. Weggehen und Hierbleiben. Dämonen bekämpfen. Weiterstrammpeln. Untergehen. Jemanden anschreien. Endlich mal still sein. Leben und Sterben.

Tippelditippelditipptipptippelditiptiptip

SHHHHHHHHWISCHHH – plop

Fahre raus nach Potsdam.“

Dippelditippelditipp

SHHHHHHHHWISCHHH – plop

Skaten gehen.“

Tippelditippelditipptipptippelditiptiptipditippelditippelditippdiippelditippeldietipptipptippelditiptiptipditippelditippeldietipp

SHHHHHHHHWISCHHH – plop

Die MOB und Radio Boys kommen morgen in die Stadt.“

Dippelditippelditipp

SHHHHHHHHWISCHHH – plop

VOLL BOCK :)“

 

MOB x MOSAIC LAGERVERKAUF 2013


Alle Jahre wieder steigt kurz vor Weihnachten unser alljährlicher Lagerverkauf von Restposten und Auslaufmodellen. Tütenweise Schnäppchen wenn es um T-Shirts, Schuhe, Jacken, Piullover, Kappen, Decks etc... geht. Die Tür macht auf, das Tor macht weit am Fr. 06.12. von 13.00 bis 18.00 Uhr und Sa. 07.12. von 10.00 bis 16.00 Uhr im MOB Skateboards Headquarter, Margaretenhütte 42 in Giessen.

   

Seite 3 von 32

 
Abonniere die MOB Skateboard Action Mail! So bist Du immer der erste in Deiner Crew, der weiß was abgeht ...

http://eepurl.com/cB6eI